St. Marien Basel

Christen als Wabenbauer Gottes

Bei einer Wanderung stiess ich mehr zufällig auf einen wunderschönen Bienenstock. Die Emsigkeit seiner Bewohner beeindruckte mich. Ich musste an den Kirchenvater Ambrosius denken, der manchmal mit einem solchen Bienenkorb dargestellt wird, weil er die Kirche und damit uns Christen verglichen hat. Sowie die Bienen in ihrem Korb Schutz und Geborgenheit finden und darin heranwachsen können, so bietet uns die Kirche Raum, einen Zu-Fluchtsort, wo wir als Gemeinschaft zusammen kommen dürfen, eine Gemeinschaft, die dafür bestimmt ist, wie bei den Bienen die notwendige Temperatur zu halten, damit jede und jeder sich in seinem Mensch-sein weiterentwickeln kann; darauf zu achten, dass uns das Manna (Ex 16,31), süss wie Honigkuchen, gleichermassen Nahrung und Kraft gibt, um wieder auszuschwärmen, zu bestäuben und Frucht bringend wachsen zu lassen, was wir von den Worten unseres „Bienenvaters“ verstanden haben. Der Honig, das Gute, das sich daraus ergibt, ist schon eine Vorwegnahme dessen, was uns als glaubende und fleissige Bienen verheissen ist, wenn Gott sagt: „In ein Land, in dem Milch und Honig fliessen, wirst du kommen“ (Ex 33,3a).    

                                                                                                                                                                                                                             Angelika Löhrer